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WILLKOMMEN IM EDDERSHEIMER P1


In München ist das P1 eine Nobel Disco.
In Eddersheim - ein Ortsteil von Hattersheim in Hessen - ist das P1 eine "Nobel" Kneipe.



Man sollte sie nicht alle so ernst nehmen !!!
Neue Geschichten immer zuerst !!!




Mittwoch, 11.08.2010
DIE AUTOMATIC ARMBANDUHR 

Eine außergewöhnliche Geschichte, die sich aber laut Beteiligtem so zugetragen hat.

Unser Gastunikum H. brachte Letztens eine wahre Begebenheit zum Besten, die uns vor Lachen die Tränen in Sturzbächen aus den Augen trieb.
Was war geschehen?
Nun, H. legte sich nach Jahren eine neue Armbanduhr zu. Nichts altmodisches zum "Uffziehe" wie er sagte, sondern etwas, das in unserer heutigen Zeit mit Weltraumeroberung, Space Shuttle und Atomenergie Schritt halten sollte.
So liess er sich vom Uhrenhändler eine "moderne, dem letzten Schrei angepasste" Automatik Armbanduhr aufschwatzen, die man nicht mehr altmodisch aufziehen mußte, sondern die sich durch die Armbewegung selbst am Leben oder Laufen hielt.

Endlich mit seiner neusten Errungenschaft im heimischen Wohnzimmer seines schnuckligen Einfamilienhauses angekommen, wurde erst mal die Uhr aus der Verpackung genommen und am rechten Handgelenk befestigt. In der Bedienungsanleitung las H. dann, dass die Uhr sich durch die natürliche Bewegung des Armes selbst "aufzog". Er erinnerte sich vage daran, dass der Verkäufer selbst etwas in dieser Art erklärt hatte.

H. bewegte seinen Arm und er hatte keine Ahnung, wie lange er den Arm bewegen sollte, damit die Uhr nach dem Kauf erst mal ihren Startlauf begann. Darüber war in der Bedienungsanleitung - die er vorsichtshalber 7 mal studiert hatte - nichts zu lesen, geschweige denn zu finden.
Diese Armbewegung machte aber auch durstig, denn es war ja wie früher auf der Maloche, als der Chef mehrfach am Tag rief:
"H., bewege dich mal etwas schneller !"

Nachdem er nun eine Flasche Binding Pils - eisgekühlt - aus dem Kühlschrank genommen hatte, ging er - sich noch immer Arm bewegend - wieder ins Wohnzimmer, setzte sich auf das Sofa, dass die Federn jubelnd Geigenarien zum Besten gaben und griff mit der untätigen Hand zur BILD, die auf dem Couchtisch lag.

Auf der Titelseite sprang ihn eine Nackte mit großen Brüsten an und ließ einen kalten prickelnden Schauer seinen Rücken hinabgleiten.
Seine Fantasie vollführte Bocksprünge.

Und in diesem Atom eines Momentes flog ihm ein Gedanke durch seinen Schädel, der ihn einfach nicht mehr loslassen wollte.
Wie eine Schweißnaht brannte er sich in die grauen schwabbelnden Zellen seines Hirns. DAS war die Lösung...

"Warum," fragte sich H., "soll ich nicht das Gute mit dem Nützlichen verbinden?"

Gesagt getan. Der Prozeß nahm seinen Lauf.
Doch darauf wollen wir aus ethischen und moralischen Gründen nicht nicht näher eingehen.

Nur so viel sei erwähnt:
Bei Berni und Ert in den alten RTL Nachtsendungen für Erwachsene nannten sie die Handlung "Mütze Glatze, Mütze Glatze”, “einen von der Palme wedeln”, “die Banane schälen”, “ich polier mir die Fleischpeitsche" oder "die Wurst pellen".

Ende der Erzählung war der Schlußdialog:
"Mir gings gut. Ich bin auch gekomme', aber die Scheiß Uhr geht heut noch nicht:"

Und die Moral von der Story?
Der Geist und das Fleisch waren willig,
aber die Uhr war schwach !!!


Für Kinder und Jugendliche unter 30 nicht erlaubt!



Samstag, 03. Juli 2010, ca. 04:30 Uhr
1. EDDERSHEIMER WRESTLING NIGHT

Laute Schreie einer Frauenstimme schreckten den blondgelockten germanischen Recken, der im Nachbarhaus ruhte, aus dem verdienten Schlaf.

Schlaftrunken rieb er sich die Kristalle - von Sandmann gestreut - aus den stahlblauen Augen, seine nackten Füße fuhren in die jamaikanischen Badeschlabbe, die er von einem verarmten Reggae Musiker für eine Live DVD der Rolling Stones bei seinem letzten Urlaub in Kiffer City Kingston erstanden hatte.
Sein müdes linkes Bein fuhr langsam in die kurze Jeans.
Plötzlich ertönte wieder dieser Frauenschrei und brachte ihn mit der Geschwindigkeit eines Lichtjahres in die Realität zurück.

Mit der Geschwindigkeit einer Kugel, die den Lauf einer 45er Magnum verlässt, schoss sein rechtes Bein in die dafür frei gelassene letzte Öffnung der kurzen Baumwollhose, und
ein erneuter Schrei trieb ihn in die Morgendämmerung hinaus.

Wenn seine Beine nicht solche großen Sprünge vollführt hätten, wäre er bestimmt über die dösende Nachbarskatze geflogen, die sich auf dem Fußabtreter vor seiner Haustür breit gemacht hatte.
Das graugetigerte Pelztier war derartig erschrocken, das es noch vor unserem Eddersheimer Security Man das stählerne Gartentor übersprang und schneller im neuen Flörsheimer Einkaufs Center ankam, als unser blonder Held im P1.
Eingeweihte und "Fachkundige" kennen die Strecken.

Was war geschehen?
Es begab sich zwischen der vierten und fünften Stunde, dass zwei knallharte Kämpfer der deutschen Wrestling Liga nach einigen leckeren Drinks auf die Idee kamen, diesen amerikanischen Event auch in Eddschem einzuführen.
Was war dafür besser geeignet, als unser geliebtes P1.

Begeistert war nur die Wirtin nicht, deren Lokation kurzerhand zum New Yorker „Madison Square Garden“ umfunktioniert wurde.

Die beiden Kontrahenten hörten die brodelnden Massen toben, als sie über die Seile des imaginären Rings sprangen. Ihre alkoholgeschwängerten Fantasien sprengten die Oberbekleidung und ließen ihre eisernen muskelbepackten Körper im Ringlicht ölig glänzen.

In der blauen Zone stand, anzusehen wie der schiefe Turm von Pisa, der Herausforderer Alfredo Stiletti, der Pizza Wizzard aus dem Imbiss Shop des P1.
Ihm gegenüber, mit einem bösen Grinsen unter dem schwarzen Schnäuzers, stand der unbesiegte Eddschmer Lokalmatador Wolf der Cluberer in der roten Zone.
Sein Markenzeichen, eine fellige Rute in seiner Faust peitschte die staubige Ringmatte; seine geröteten Augen reflektierten Horror Filme auf den Pupillen.

In diesem Moment verstanden auch die letzten Zuschauer, die alle mit Siegfrieds legendären Tarnkappen versehen waren, was der Satz bedeutet: WENN BLICKE TÖTEN KÖNNEN.

Wie ein heißer Wüstensturm flogen die Beschimpfungen aus Alfredo Stilettis weit aufgerissenem Mund in die Richtung des Cluberer.
Aber auch dieser war nicht mit Puderzucker gepudert worden, und gab mächtig Gegenzunder.

"Hartz IV Penner, Asozialer, Arbeitsloser, Staatsschmarotzer waren noch DIE Ausdrücke, die man hier bedenkenlos und jugendfrei zitieren kann.

Dann ging alles rasend schnell.
Ansatzlos.
Urknall ähnlich.

Die Wirtin stieß den ersten Schrei aus.

In der Faust von Alfredo Stiletti blitzte die Klinge eines Messers auf, die aber nicht mehr zum Einsatz kommen sollte. Noch vor den ersten gefährlichen Luftschnitten, war der Kampf schon Vergangenheit.

Die Wirtin stieß den zweiten Schrei aus.

Der Hartholz Sitz eines Barhockers demontierte den Traum des Pizza Wizzard, ein gefürchteter Weitling Weltstar zu werden.

Die Wirtin stieß den dritten Schrei aus.

In diesem Moment betrat unser blondgelockter germanischer Recke, angelockt von den Schreien der Wirtin, das Lokal und beendete den alkoholisierten Alptraum eines Don Quichotte und seines Knappen Sancho Pansa (oder „Panza“) mit seiner kalten besitzergreifenden Stimme, die nur aus einem einzigen Wort bestand:
"F E I E R A B E N D ! ! ! "

Keine Einwände.
Kein Aufmucken.

Arm in Arm verließen beide glückselig das P1 und suchten neue Windmühlen.

«En un lugar de la Mancha, de cuyo nombre no quiero acordarme, no ha mucho tiempo que vivía un hidalgo de los de lanza en astillero, adarga antigua, rocín flaco y galgo corredor.»

„An einem Orte der Mancha, an dessen Namen ich mich nicht erinnern will, lebte vor nicht langer Zeit ein Hidalgo, einer von jenen, die einen Speer im Lanzengestell, eine alte Tartsche, einen hageren Gaul und einen Windhund zum Jagen haben.“

Und die Moral von der Geschicht:
Fighte mit dem Dolche nicht,
sonst gibt's Hocker ins Gesicht.



Freitag, 10. Juni 2010
FORELLE UM MITTERNACHT



Gewaltige Donnerschläge zerissen die nächtliche Ruhe über unserem kleinen Ort. Blitze zuckten im Sekundentakt über den nächtlichen Himmel. Jetzt begriff ich auch den Ausspruch "Eckhard, die Russen kommen!" aus dem Gas, Wasser, Scheiße Installationsbetriebes von Meister Röhrich. Bekannt aus den Comics von Werner, einer Comicfigur von Rötger Feldmann (Künstlername Brösel).

Aber es waren nicht die Russen die Eddersheim angriffen, sondern Thor der Wettergott schleuderte seine Feuerlanzen in die schwarze Nacht. Dazu öffnete der Himmel seine Schleusen und liess den kleinen Ort fast ersaufen. In mentaler Trance stieg ich hinab in die Zeit der Sinflut und der Arche, von Noah auf Befehl des Urvaters erbaut. Brrrrrr ! Eiskalte Schauer jagten in einem brutalen stakkatoähnlichem Geholper über meinen Rücken und stiessen mich an die Oberfläche der Realität zurück.

Im Keller des P1 stand das Wasser innerhalb kürzester Zeit an den Treppenstufen.
Es war die Zeit, als Fischer Fifi seine Angelruten auslegte und zum Hochseeangeln animierte. Und das in einer von Orkanen gebeutelten und finsteren Nacht, in der die anwesenden last Guests auf die Knie sanken und gemeinsam das Hosianna anstimmten und begannen den Herrn zu lobpreisen.

Aber die Rufe wurden erhört, denn innerhalb kürzester Zeit waren die Körbe mit Heringen, Lachsen und anderen schmackhaften Fischsorten gefüllt. Es kam einem vor wie im Neuen Testament bei der Speisung der 5000.
Nur waren es im P1 keine 5000, sondern vier ängstliche und drei sturmerprobte Hochseefischer, die sich zu nächtlicher Stunde an gegrillter Seezunge, Heringstopf und anderen Leckereien labten.

Lucundi acti labores.
(Angenehm sind getane Arbeiten.)



Samstag, 05. Juni 2010
1. EDDERSHEIMER BOXNACHT

Thunderfist of Media Markt vs. Küchenbulle vom Imbißwagen

Unverbesserlich?
Unverbesserlich war / ist (man hat ihn seit jenem Fight nicht mehr im P1 gesehen) auch ein anderer Stammgast, der spätestens nach dem fünften Pils unaufgefordert und mit Überzeugung an jeder Diskussionsrunde teilnimmt.

Ein bärtiger Typ, der Bekanntheit dadurch erlangte, dass er 2007 mit seinem Imbisswagen an der Abenteuer Rally "quer durch Polen" teilgenommen hatte und diese auch als erster deutscher Suppenwagenfahrer mit weitem Abstand gewann.

Wegen versalzener Suppe und überhöhten Preisen verfolgte ihn eine Meute von aufgebrachten Jugendlichen bis an die Grenze zur BRD. Seine Rekordzeit von Warschau bis zur unsichtbaren Staatsgrenze der BRD waren ganze 222 Minuten und 111 Sekunden. Dies war bis dato noch keinem Westeuropäer auch nur annährend gelungen.
Noch nicht einmal unserem Altkanzker Helmut die Birne, der übersall auf seinen Reisen blühende Landschaften versprach.

Statt dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse in Gold und am Band in der Farbe unserer Deutschaland Fahne, erhielt er aus der Hand von Ex-Bundeskanzler Schröder den Titel "Baron von und zu Suppenkasper" verliehen. Obendrein eine dreijährige Spezialausbildung in der Suppenküche des deutschen Bundestages.

Es gibt aber immer noch böse Zungen die behaupten, dass die Ausbildung "für den Arsch" gewesen sei.

Ich kann das weder bestätigen noch dementieren, da ich noch keine Probe seiner Kochkünste zu mir genommen habe.
Leute, die ihn schon länger kannten, behaupten hartnäckig, seine erste Gulaschkanone stammte vom Kessel aus Stalingrad, und die Einschläge der Stalinorgeln seien heute noch sichtbar.
Laut weiterer Zeitzeugen soll er das Gefährt auf dem Höchster Flohmarkt einem Sammler für Militär Artikel für den stolzen Preis von 23 000 DM verkauft haben.
Nun ja, solche Aussagen kennen wir ja alle bestens.

So geschah es auch parallel zur 7. Hattersheimer Boxnacht, das im P1 ebenfalls ein Faustkampf stattfand.

Die beiden Kontrahenten waren Thunderfist of Media Markt vs. Küchenbulle vom Imbißwagen.
Der Kampf wurde geleitet von Äffchern, einem weltweit anerkannten Ringrichter aus Hessen.

Provozierend baute sich der Herausforderer Küchenbulle vom Imbißwagen vor seinem Gegner auf und versuchte durch Beschimpfung und Beleidigung den Weltmeister aus der Fassung zu bringen. Aber der ließ sich nicht beirren, sondern beobachtete das merkwürdige Verhalten des Herrausforders.

Erst als Küchenbulle vom Imbißwagen dem Polen direkt n die Wäsche ging, geschah es innerhalb eines Augenblickes.

Ein gewaltiger Jab, gefolgt von einem fürchterlichen Cross an den bärtigen Schädel des Küchenbullen, beendete den Fight noch in der ersten Runde.

Der Küchenbulle versuchte sich noch krampfhaft auf den Beinen zu halten. "Großhirn an Faust... Faust ballen...". Weiter kam er nicht. Seine Beine knickten weg und im Fallen begrub er noch Ringrichter Äffchen unter seinem massigen Körper.

Die Moral der Geschichte:
Alkoholisierte Fighter sind meistens nicht die besseren.

 

.: EDDERSHEIMER P1
Gaststätte "Zur Post"
Hopfengarten 1
D-65795 Hattersheim-Eddersheim